"Familie" braucht neue Definitionen

Familienglück Quelle: woti61  / www.pixelio.de
Familienglück Quelle: woti61 / www.pixelio.de

 

Zitat:

"aus einem Elternpaar oder einem Elternteil und mindestens einem Kind bestehende [Lebens]gemeinschaft

 

Gruppe aller miteinander [bluts]verwandten Personen; Sippe

 

(Biologie) systematische Einheit, Kategorie, in der näher miteinander verwandte Gattungen tierischer oder pflanzlicher Lebewesen zusammengefasst sind

 

Gesamtheit, Serie von ähnlich gebauten technischen Geräten [eines Herstellers] mit gleichem oder verwandtem System" Zitatende, Quelle: Duden.de

 

So beschreibt der Duden den Begriff "Familie" und das Grundgesetz klingt da ganz ähnlich, soweit die offizielle Erklärung des Wortes "Familie". Aber wie wird dies eigentlich im tatsächlichen Umgang in der Gesellschaft gesehen? Die meisten Menschen würden mir wohl beipflichten, wenn Familie ganz grundsätzlich einerseits darin charakterisiert ist, dass zwei Menschen eine Lebensgemeinschaft auf Grund einer sexuellen Beziehung eingehen, viele würden als Grundvoraussetzung wohl auch das Vorhandensein von Kindern nennen, wobei man hier heute gern von der klassischen Familie spricht, wenn dieser eine Ehe zwischen Mann und Frau zugrunde liegt. Andererseits sprechen viele von Familie, wenn von der eigenen näheren Verwandtschaft die Rede ist.

 

Familie als Auslaufmodell?

Leider scheint das altbekannte System "Familie" eher ein Auslaufmodell zu sein, wenn man den Statistiken glauben schenken darf. So gibt es immer mehr Singles, immer weniger bindende Beziehungen und eben auch immer mehr Alleinerziehende, die sich zwar gerne auch als Einelternfamilien definieren, aber weder in Recht und Gesetz noch im gros der Gesellschaft als ganze oder sog. "intakte" Familie wahrgenommen und anerkannt werden. Immer mehr Menschen möchten sich nicht in Abhängigkeiten begeben, sind von Beziehungen enttäuscht oder wollen sich einfach nicht mehr festlegen. Technischer Fortschritt, die Verfügbarkeit und soziale Netzwerke tun ihr übriges. Nur scheinbar braucht keiner mehr den Anderen, denn feste Bindungen brauchen Pflege und Anstrengungen, vor Allem wenn man eben nicht mehr von einander abhängig ist. Viele Menschen merken gar nicht wie einsam sie wirklich sind, solange am Tag nur zahlreiche Nachrichten per SMS, Twitter, Whatsapp, Facebook etc. eintrudeln.

 

Schaut man ein paar Jahrzehnte zurück, so waren Dreigenerationenfamilen an der Tagesordnung, Diese Seite ist in Arbeit